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Mamma

Chemotherapie — oder nicht?

Genexpressionssignatur beim frühen Mammakarzinom, Resistenzdiagnostik im Verlauf.

Die molekularen Marker beim Mammakarzinom Eine Helix mit den beim Mammakarzinom relevanten Markern: die Genexpressionssignatur, ESR1, PIK3CA und BRCA.
Die klinische Frage

Ein erheblicher Teil der Patientinnen mit frühem ER-positivem, HER2-negativem Mammakarzinom hat von einer Chemotherapie nichts — außer der Toxizität. Grading und Ki-67 helfen bei dieser Abgrenzung nur bedingt. In einer Auswertung von 1.652 Fällen wurden 118 von 449 Patientinnen mit einem Ki-67 über 20 Prozent molekular als Niedrigrisiko eingestuft: über ein Viertel derjenigen, bei denen der konventionelle Marker in die andere Richtung wies.

Im metastasierten Verlauf geht es um etwas anderes. Unter endokriner Therapie entstehen Resistenzmutationen, gegen die es inzwischen Substanzen gibt. Nachweisen lassen sie sich im Plasma, ohne dass erneut Gewebe entnommen werden muss. Und weil sie erst unter Therapiedruck entstehen, steht im Befund des Primärtumors nichts davon.

Wann anfordern

Die Genexpressionssignatur gehört an den Anfang: nach der Operation und vor der Entscheidung über die adjuvante Systemtherapie. Voraussetzung sind ein positiver Östrogenrezeptor und ein negativer HER2-Status. Validiert ist sie für prämenopausale wie postmenopausale Patientinnen, bei negativem und bei positivem Nodalstatus.

Die Resistenzdiagnostik aus dem Plasma gehört dorthin, wo eine endokrine Therapie versagt oder das erste Anzeichen dafür auftaucht. Weil sich das Mutationsprofil unter Therapie verändert, kommt es auf den Zeitpunkt an: Ein Befund von vor zwei Jahren sagt über die heutige Situation wenig.

Welcher Test zu welchem Zeitpunkt?

Das hängt vom Einzelfall ab. Rufen Sie an, dann gehen wir die Konstellation gemeinsam durch.