Molekularpathologie, wo sie gebraucht wird
Prognostische Signaturen, Genomprofilierung und Liquid Biopsy aus einem akkreditierten Institut für Pathologie. Befundung auf Englisch, unterschrieben von einem Pathologen, den Sie erreichen.
Über Jahrzehnte wurden Tumoren mit ähnlicher Morphologie ähnlich behandelt. Die Immunhistochemie erlaubte feinere Unterscheidungen zwischen Tumoren, die gleich aussehen, sich aber unterschiedlich verhalten. Die Molekularpathologie geht einen Schritt weiter: Sie liest die Veränderungen im Tumor selbst und macht die Therapie zur Entscheidung über den einzelnen Patienten, nicht über seine Gruppe.
Molekulare Marker beantworten drei verschiedene Fragen, und es lohnt sich, sie auseinanderzuhalten:
- Diagnostisch
- Sie schärfen die Entität. Zwei morphologisch ähnliche Tumoren lassen sich anhand ihrer molekularen Signatur trennen — mit Folgen für Verhalten und Behandlung. Mitunter weisen sie auf ein zugrunde liegendes familiäres Tumorsyndrom hin.
- Prognostisch
- Sie sagen etwas über die Aggressivität des Tumors und damit über den wahrscheinlichen Verlauf. Sie geben dem Behandler einen Anhalt, wie entschieden er vorgehen sollte — und wann Zurückhaltung vertretbar ist.
- Prädiktiv
- Sie zeigen, welche Therapie bei diesem Patienten wirken dürfte. Ob eine zielgerichtete Substanz infrage kommt, ob eine Immuntherapie Aussicht hat, ob eine Resistenz bereits entstanden ist.
Unser Schwerpunkt liegt auf den prognostischen und prädiktiven Fragen — dort, wo ein molekularer Befund eine Therapieentscheidung unmittelbar verändert.
Ob ein Patient von dieser Diagnostik profitiert, hängt bislang stark davon ab, wo er behandelt wird. Die Verfahren sind zugelassen und in vielen Ländern erstattungsfähig — aber sie werden nicht überall angeboten. Wer nicht in der Nähe eines molekularpathologischen Labors behandelt wird, bekommt eine Therapie nach klinischen Parametern, während anderswo eine Signatur dieselbe Entscheidung trägt.
Das ist kein technisches, sondern ein geografisches Problem — und deshalb lösbar. Ein Paraffinblock ist versandfähig. Ein Röhrchen Plasma auch. Das Material muss nicht dort untersucht werden, wo es entnommen wurde.
Wir nehmen Material aus Europa und den angrenzenden Regionen entgegen und befunden es nach deutschen Akkreditierungsstandards — unter denselben Bedingungen wie das aus dem Chiemgau. Die Präanalytik klären wir vorher mit Ihnen, damit die erste Probe nicht die ist, an der etwas schiefgeht.
Welche Frage steht bei Ihrem Patienten an?
Der Nutzen molekularer Diagnostik hängt an zwei Voraussetzungen, die beide beim Pathologen liegen: dass das richtige Material ausgewählt wird, und dass dem Befund zu trauen ist. Beides lässt sich nicht an einen Automaten delegieren.
Deshalb beurteilt bei uns derselbe Facharzt für Pathologie das Material, der am Ende unterschreibt. Das Institut ist seit 2006 nach DIN EN ISO/IEC 17020 durch die DAkkS akkreditiert — dem deutschen Akkreditierungssystem, das in der Labormedizin zu den strengsten Europas zählt.
Liegt ein Wert außerhalb des validierten Bereichs, berichten wir ihn nicht. Eine Zahl, der wir selbst nicht trauen, gehört nicht in einen Befund. Sie hören dann von uns.
Bevor Sie den ersten Fall schicken
Sprechen Sie mit uns über Material, Versand und Präanalytik. Eine halbe Stunde vorab erspart die Rückfrage am unklaren Fall — und stellt sicher, dass der erste Befund sitzt.