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Einsendung im Detail

Ein Paraffinblock ist versandfähig, ein Röhrchen Plasma auch. Was Sie dazu wissen müssen, steht hier.

Der Grundgedanke

Molekulare Diagnostik muss nicht dort stattfinden, wo das Material entnommen wurde. Das Präparat kommt zu uns, wird hier befundet, und der Befund geht an Sie zurück. Die Präanalytik klären wir vorher mit Ihnen, damit die erste Probe nicht die ist, an der etwas schiefgeht. Wenn Sie unsicher sind, ob ein Fall geeignet ist, rufen Sie an, bevor Sie einsenden.

Was Sie einsenden

Für die meisten Untersuchungen genügt in Paraffin eingebettetes Gewebe (FFPE). Senden Sie den Block oder, falls der Block im Haus bleiben muss, ungefärbte Schnitte auf Objektträgern, dazu den zugehörigen HE-Schnitt zur Orientierung. Zytologische Präparate nehmen wir nach Rücksprache.

Für die Diagnostik aus dem Blut (Liquid Biopsy) senden Sie Plasma in Streck-Röhrchen. Ein Abnahme-Set können Sie bei uns anfordern; wir schicken je nach Test zwei bis vier Röhrchen, meist reichen zwei. Der Rückversand erfolgt gekühlt am Tag der Abnahme, und die Probe sollte unser Labor innerhalb von vier Tagen erreichen. Dieses Zeitfenster ist bei zirkulierender Tumor-DNA nicht verhandelbar, weil davon abhängt, ob überhaupt etwas nachweisbar ist. Sprechen Sie den Fall vorher mit uns ab.

Worauf es beim Material ankommt

Zwei Dinge entscheiden über die Verwertbarkeit: die Entkalkung und die Menge. Entkalktes Material können wir grundsätzlich verarbeiten, sofern EDTA-entkalkt wurde — EDTA schont die Nukleinsäuren, während starke Säuren sie fragmentieren und das Material unbrauchbar machen können. Wenn Knochen oder verkalktes Gewebe im Spiel ist, sprechen Sie uns vor der Entkalkung an, damit das richtige Verfahren gewählt wird. Die Fixierungsdauer ist kein Ausschlusskriterium; ob das Material trägt, zeigt sich in unserer Qualitätskontrolle.

Um den Tumorgehalt müssen Sie sich nicht kümmern. Die Beurteilung, die Annotation und die Anreicherung des Tumoranteils übernehmen wir. Das ist unser Teil der Arbeit, nicht Ihrer.

Was Sie dem Fall beilegen

Wir brauchen die Angaben, ohne die ein molekularer Befund nicht einzuordnen ist: die Entität und die klinische Fragestellung, den relevanten Vorbefund (Histologie, gegebenenfalls Immunhistochemie), und die Angabe, welche Untersuchung Sie wünschen oder welche Therapieentscheidung ansteht. Je klarer die Frage, desto gezielter der Befund. Sind Sie unsicher, welche Untersuchung passt, lassen Sie die Frage offen und wir klären sie mit Ihnen.

Versand

Ein Paraffinblock ist unkompliziert versandfähig und braucht keine Kühlung. Plasmaproben und andere temperaturempfindliche Materialien folgen den Vorgaben, die wir bei der Fallabsprache mit Ihnen festlegen.

Einsendungen gehen an unser Labor: Gemeinschaftspraxis für Pathologie Traunstein, Cuno-Niggl-Str. 3, 83278 Traunstein. Für Fragen zur Logistik und zur fachlichen Abstimmung erreichen Sie uns unter molpath@pathots.de, für die kaufmännische Seite unter rechnung@pathots.de. Ein Einsendeformular und Etiketten stellen wir auf Anfrage bereit.

Bearbeitungszeit

Alle Zeiten gelten ab Eingang des Materials bei uns, nicht ab Abnahme. Die prognostischen Signaturen und die Sequenzierung brauchen fünf bis zehn Werktage, die Diagnostik aus dem Plasma und die gezielte Einzelgendiagnostik fünf Werktage. Liegt ein Wert außerhalb des validierten Bereichs, berichten wir ihn nicht, sondern melden uns bei Ihnen.

Der Befund

Der Befund wird auf Englisch ausgestellt und von einem Facharzt für Pathologie unterschrieben. Er nennt das Ergebnis, die Methode und die klinische Einordnung. Bei Rückfragen zum Befund erreichen Sie uns direkt.