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Mamma · Resistenzdiagnostik

Liquid Biopsy

Therapierelevante Mutationen aus zirkulierender Tumor-DNA, ohne erneute Gewebeentnahme. Gezielt per digitaler PCR für ESR1, PIK3CA, BRAF V600 und RAS-G12 — oder breit über das fokussierte Panel aus dem Blut.

digitale PCR fokussiertes Panel aus Plasma
Was der Befund beantwortet
Marker aus dem Plasma Eine Helix mit den aus Plasma bestimmbaren Markern: ESR1, PIK3CA, BRAF V600 und RAS-G12.

Unter endokriner Therapie entstehen Resistenzmutationen. Sie sind therapeutisch adressierbar, aber sie stehen nicht im Befund des Primärtumors — sie entwickeln sich unter Therapiedruck, oft Jahre später und häufig nur in einem Teil der Tumorlast.

Die Liquid Biopsy fängt das ab, wo eine Rebiopsie nicht praktikabel ist: bei multiplen Läsionen, bei schlecht zugänglichen Metastasen, bei Patientinnen, denen ein weiterer Eingriff nicht zuzumuten ist. Und sie bildet ab, was im Moment der Abnahme zirkuliert, nicht was vor drei Jahren im Primärtumor stand.

Aus dem Plasma bieten wir zwei Wege an, und welcher passt, hängt an der Frage.

Der gezielte Weg: digitale PCR. Wenn ein einzelner Marker die Therapie berührt, ist die dPCR die empfindlichste Wahl. Bei niedriger Tumorlast liegt der Anteil mutierter Allele im Plasma im Promillebereich. In diesem Bereich liegt die Stärke der digitalen PCR: Sie ist auf den Nachweis kleinster Allelfrequenzen ausgelegt. So bestimmen wir ESR1 und PIK3CA beim Mammakarzinom, BRAF V600 und die RAS-G12-Varianten dort, wo sie therapieentscheidend sind.

Der breite Weg: das fokussierte Panel aus dem Blut. Reicht ein einzelner Marker nicht, führen wir auch das fokussierte Panel aus Plasma — zirkuläre DNA und RNA zusammen, rund 50 Gene, einschließlich Fusionen. Das ist der Weg, wenn kein Gewebe verfügbar ist und die Frage breiter steht, als eine einzelne dPCR sie beantwortet.

Die digitale PCR ist für den Nachweis kleinster Allelfrequenzen aus dem Plasma bis 0,1 % validiert. Aus Gewebe (FFPE) liegt die Grenze bei 5 %. Der Unterschied hat einen Grund: Im Plasma ist der mutierte Anteil bei niedriger Tumorlast extrem klein, und genau dort spielt die dPCR ihre Empfindlichkeit aus.

Was Sie schicken
Plasma in Streck-Röhrchen
Wir versenden je nach Test zwei bis vier Streck-Röhrchen (cfDNA BCT), meist reichen zwei. Ein Abnahme-Set können Sie bei uns anfordern.
Set auf Anfrage
Gekühlter Rückversand
Versand gekühlt am Tag der Abnahme. Die Probe sollte unser Labor innerhalb von vier Tagen erreichen. Das Zeitfenster ist bei zirkulierender Tumor-DNA nicht verhandelbar.
innerhalb von 4 Tagen
Klinische Angaben
Entität, Fragestellung und der relevante Vorbefund. Wann im Krankheitsverlauf und nach welcher Vortherapie die Abnahme sinnvoll ist, entscheidet der behandelnde Onkologe.

Bei zirkulierender Tumor-DNA ist die Präanalytik entscheidender als beim Gewebe. Das Streck-Röhrchen stabilisiert die zellfreie DNA, aber die Zeit zwischen Abnahme und Verarbeitung bleibt der kritische Faktor. Deshalb der gekühlte Rückversand noch am Abnahmetag und das Vier-Tage-Fenster. Sprechen Sie den Fall vorher mit uns ab, dann stimmt die Logistik von der ersten Probe an.

Der Befund

Der Befund wird auf Englisch ausgestellt und von einem Facharzt für Pathologie unterschrieben.

Ein Punkt, den wir offen benennen: Ein negativer Befund schließt eine Mutation nicht aus. Bei niedriger Tumorlast zirkuliert unter Umständen zu wenig Tumor-DNA, um sie nachzuweisen. Die Liquid Biopsy ist gut darin, eine Mutation zu finden — sie ist schlechter darin, deren Abwesenheit zu belegen. Wer das umgekehrt liest, zieht die falsche Konsequenz.

Bearbeitungszeit
5 Werktage
ab Probeneingang
Akkreditierung
DAkkS · ISO 17020

Präanalytik vorher klären

Bei ctDNA entscheidet der Weg von der Abnahme bis ins Labor. Sprechen Sie mit uns, bevor die erste Probe unterwegs ist.